Neues MEM-Ausbildungszentrum nimmt Form an
Neuer Maschinenpark, moderne Büros und mehr Platz: In Itingen entsteht das neue Ausbildungszentrum von Swissmechanic beider Basel. Wir sprechen mit Verbandspräsident Samuel Eglin über den aktuellen Stand der Bauarbeiten und die Bedeutung dieses Leuchturmprojekts für die MEM-Branche.
«Der Rohbau steht und die zukünftigen Räume sind begehbar. Das Neubauprojekt wird konkreter und fassbar. Das ist ein sehr schönes Gefühl», freut sich Samuel Eglin. Der Präsident von Swissmechanic beider Basel zeigt sich zufrieden: «Die Eröffnung des neuen Ausbildungszentrums ist für Januar 2027 geplant. Es wird sportlich, aber wir sind im Zeitplan.»
Das neue regionale Ausbildungszentrum für Berufe der Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie (MEM) in der Industriezone Dellenboden in Itingen nimmt Schritt für Schritt Gestalt an. Samuel Eglin erinnert sich gerne an den Spatenstich Ende 2025: «Das war ein magischer Moment. Die Aufbruchstimmung war förmlich spürbar, und es war schön, den Rückhalt von Kantonen, Verbänden und von den Mitgliedsunternehmen zu erleben.»
Visualisierung: Das neue Ausbildungszentrum von Swissmechanic beider Basel.
Blick auf die Baustelle. Der Rohbau ist fertig.
Ausbildungszentrum macht fit für «FutureMEM»
Der Neubau sei notwendig, weil der heutige Standort im Schild-Areal in Liestal den Anforderungen an ein modernes Ausbildungszentrum nicht mehr vollumfänglich entspreche. Weiterentwicklungen seien auch darum nötig, weil jetzt die Berufsreform «FutureMEM» in Kraft tritt. Sie modernisiert die technischen Berufe und richtet die Ausbildung auf eine zunehmend digitale und vernetzte Arbeitswelt aus. Die räumlichen Möglichkeiten am bisherigen Standort sind laut Verband begrenzt und die Infrastruktur ist in die Jahre gekommen.
Das Ausbildungszentrum von Swissmechanic Solothurn diente als Vorbild für das neue Projekt. Seit 2024 wurden die Pläne für den Neubau konkret ausgearbeitet «Mit einer Nutzfläche von 1'055 m² auf drei Etagen bietet das Gebäude Kapazitäten für eine Ausbildungswerkstatt mit einem neuen Maschinenpark, moderne Büroräumlichkeiten, Garderoben und Aufenthaltsräume», so Samuel Eglin.
Das Ausbildungszentrum nimmt Form an: Blick in die Innenräume.
Direkt neben dem Neubau befindet sich das 2024 eröffnete Ausbildungszentrum TRIO, das junge Menschen in den Bereichen Metallbau, Landmaschinentechnik, Schreinerei sowie Maler- und Gipsergewerbe ausbildet. Die räumliche Nähe schafft optimale Voraussetzungen, um Synergien zu nutzen und die Zusammenarbeit zwischen den Ausbildungszentren zu stärken.
Mit Patenschaften starke Berufsbildung ermöglichen
Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 7 Millionen Franken. Die Finanzierung erfolgt durch Eigenmittel, einen bereits zugesicherten Beitrag des Kantons Basel-Landschaft in Höhe von 1,6 Millionen Franken sowie durch Fremdkapital. Samuel Eglin erklärt: «Zur Realisierung des Projekts müssen wir via Fundraising Drittmittel in der Höhe von mindestens eine Million Franken sicherstellen. Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung von Unternehmen, Organisationen, Stiftungen und Privatpersonen, sei es in Form einer Patenschaft, finanzieller Unterstützung oder eines Dienstleistungssponsorings.»
Junge Menschen für die Technik begeistern
Die Maschinen-, Elektro- und Metallindustrie zählt mit über 330'000 Mitarbeitenden zu den wichtigsten Industriezweigen der Schweiz und ist mit einem Exportvolumen von über 70 Milliarden Franken einer der bedeutendsten Exportsektoren des Landes.
Swissmechanic beider Basel verbindet mit dem neuen Ausbildungszentrum deshalb auch eine wichtige Botschaft: «Das ist ein Leuchtturmprojekt. Die modernen Anlagen und die Infrastruktur bieten das Potential, damit wir bei jungen Menschen die Faszination für Berufe im technischen Bereich wecken können. Wir müssen aufzeigen, dass unsere Branche sehr gute Zukunftsperspektiven bietet und nach der Lehre zahlreiche Weiterbildungs-Optionen offenstehen», so Samuel Eglin.
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