Vor einem vollen Gehry-Auditorium sprach gestern Bundesrat Beat Jans über die Auswirkungen der Initiative «Keine 10-Millionen-Schweiz» auf das Gesundheitswesen, insbesondere in der Region Basel. Im Anschluss fand eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen und Experten statt, die das Thema von verschiedenen Blickwinkeln beleuchtetr.
Bundesrat Beat Jans liess sich vorab durch das Universitätsspital Basel führen – nicht als Patient, sondern um aus erster Hand zu erfahren, was die regionalen Spitäler bei einer Annahme der sogenannten Chaos-Initiative zu erwarten haben. In der Pflege stammt beispielsweise rund ein Drittel des Personals aus dem grenznahen Ausland. Fallen diese helfenden Hände weg, leiden vor allem ältere und kranke Menschen.
Anschliessend gine es weiter durchs Grossbasel auf den Novartis Campus. Vor rund 300 Personen hielt Jans hier ein Plädoyer gegen die Chaos-Initiative, deren Annahme das Ende der Personenfreizügigkeit und der bilateralen Verträge bedeuten könnte. So, dass gerade in der Pflege und in der Sicherheit, aber auch in der Baubranche, die Schweiz plötzlich alleine und isoliert dastünde. Auch für die Unternehmen in der Region hätte diese Vorlage nur negative Folgen. Denn auch sie sind auf Mitarbeitende aus dem Ausland angewiesen.
Dies betonte auch Riet Grond von Novartis während der Podiumsdiskussion. Mit letzterem sprachen Regierungsrat Lukas Engelberger, Nationalrat Patrick Hässig und Landrätin Nicole Spiegel-Roth über die Konsequenten sowie der Alternativen der Idee. Bei der Diskussion, die von SRF-Journalisten Catherine Thommen geleitet wurde, zeigt sich eindrücklich, wie viele Perspektiven und Meinungen es zum Thema Zuwanderung und dem Verhältnis zur EU gibt.
Wir empfehlen am 14. Juni ein NEIN zur Chaos-Initiative.
27.04.2026 - Urs Bussmann
Ist etwas viel "Angstmacherei".
Angst ist kein guter Berater.
Schauen wir mal, es gibt auch viele gute Argumente, dass die Politik endlich Ihren Job macht...