«Wir müssen zentrale und blockierte Projekte wieder voranbringen»
Unser Vorstand empfiehlt Matthias Liechti für die Wahl in den Baselbieter Regierungsrat. Im Interview spricht der Regierungsratskandidat und Landrat über die wichtigsten politischen Ziele für die Region.
Herr Liechti, welche aktuellen Herausforderungen sehen Sie für den Wirtschaftsstandort Region Basel?
Die Region Basel hat in den letzten Jahren ein starkes Wirtschafts‑ und Bevölkerungswachstum erlebt. Diese Entwicklung stellt den Standort nun vor neue Herausforderungen, weil die Infrastruktur nicht im gleichen Tempo mitgewachsen ist. Insbesondere Verkehrsengpässe belasten Unternehmen und Bevölkerung zunehmend. Gleichzeitig sind Wohn‑ und Wirtschaftsflächen knapp oder noch nicht ausreichend erschlossen. Hinzu kommt eine steigende Komplexität durch Regulierungen und Auflagen, die Entwicklungs‑ und Investitionsprojekte verteuern, verzögern oder teilweise verhindern. Für die weitere erfolgreiche Entwicklung des Wirtschaftsstandorts braucht es deshalb koordinierte Lösungen bei Infrastruktur, Raumplanung und Regulierung.
Was sind Ihre drei wichtigsten politischen Ziele?
Bezogen auf die Baudirektion stehen für mich drei politische Ziele im Vordergrund: Erstens muss die Verwaltung schlagkräftiger und effizienter werden. Verfahren sollen rascher, transparenter und verlässlicher abgewickelt werden, ohne notwendige Entwicklungen zu blockieren. Insbesondere sehe ich in der Prozessautomation und Digitalisierung grosses Effizienzpotenzial. Zweitens gilt es, zentrale und teilweise blockierte Projekte wieder voranzubringen. Dazu gehören insbesondere ausreichende Verkehrskapazitäten, die Erschliessung von Wirtschaftsstandorten sowie eine sichere und leistungsfähige Energieversorgung. Drittens wollen wir innovatives und ressourceneffizientes Bauen ermöglichen. Wohn- und Wirtschaftsräume sollen nachhaltig entwickelt werden – im Einklang mit Umwelt, Raumplanung und den Bedürfnissen der Bevölkerung.
Die Regierungsarbeit ist ein anspruchsvoller Job. Wie schöpfen Sie Kraft?
Kraft schöpfe ich in erster Linie aus meiner Familie. Ich habe eine wunderbare Frau, die mir den Rücken freihält und auf die ich mich vorbehaltlos verlassen kann. Unsere vier Kinder sind für mich eine grosse Motivation, Verantwortung wahrzunehmen und politische Entscheidungen nicht kurzfristig, sondern über Generationen hinweg zu denken. Auch zu meinen Geschwistern und meinen Eltern pflege ich enge Beziehungen. Sie geben mir viel Rückhalt, bringen aber auch ehrliche und kritische Rückmeldungen ein, was ich sehr schätze. Zusätzlich finde ich Ausgleich in der Natur – am liebsten beim Gleitschirmfliegen in den Bergen oder auf einer ausgedehnten Wanderung. Das gibt mir Energie und Klarheit.
Zu unserer Wahlempfehlung
Matthias Liechti, Regierungsratskandidat und Landrat