NEIN zum Klima-Schuldenfonds, JA zur Individualbesteuerung
Am 8. März stehen wichtige Vorlagen zur Abstimmung. Wir empfehlen: NEIN zum Klima-Schuldenfonds, JA zur Individualbesteuerung, NEIN zur SRG-Halbierungsinitiative und 2x NEIN im Baselbiet zur Initiative «Prämienabzug für alle» sowie zum Gegenvorschlag. Damit setzen wir uns für eine starke Wirtschaft, faire Steuern und eine verlässliche Medienlandschaft ein.
NEIN zum Klima-Schuldenfonds
Die Klimafonds-Initiative will einen Fonds schaffen, in den jährlich 0,5 bis 1 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) fliessen soll – das entspricht bis zu 10 Milliarden Franken pro Jahr. Mit diesen Mitteln sollen Massnahmen für den Klimaschutz finanziert werden.
Um den Fonds zu füllen, müsste entweder die Mehrwertsteuer um 2,5 Prozentpunkte oder die direkte Bundessteuer um 28 Prozent erhöht werden. Eine derart extreme Forderung ist für Wirtschaft und Bevölkerung nicht tragbar und würde unseren Wohlstand Massiv gefährden.
Die geltende Klimapolitik wurde von der Bevölkerung mehrfach bestätigt – zuletzt mit klaren Abstimmungsmehrheiten. Statt bewährte und erfolgreiche Programme zu gefährden, braucht es gezielte und wirksame Lösungen – und keinen masslosen Klima-Schuldenfonds nach dem Giesskannenprinzip.
Weitere Informationen gibt's beim Wirtschaftskomitee
JA zur Individualbesteuerung
Seit Jahrzehnten werden verheiratete Paare bei der direkten Bundessteuer diskriminiert. Das ist ein Ärgernis. Mit der Vorlage, die am 8. März zur Abstimmung kommt, wird dieser Systemfehler endlich korrigiert. Künftig sollen alle Personen unabhängig von ihrem Zivilstand steuerlich gleichbehandelt werden.
Gleichzeitig schafft die Individualbesteuerung Anreize, dass bei Ehepaaren die zweitverdienende Person ihr Arbeitspensum erhöht. Heute ist das wegen der Progression steuerlich nicht attraktiv. Damit leistet die Initiative einen wirksamen Beitrag gegen den Fachkräftemangel und für steuerliche Gleichstellung.
Weitere Informationen zur Individualbesteuerung
NEIN zur SRG-Halbierungsinitiative
Die Initiative will die SRG-Gebühr auf 200 Franken pro Haushalt reduzieren. Damit könnte die SRG ihr heutiges Angebot nicht mehr finanzieren.
Die Folgen wären weitreichend – nicht nur für Randregionen, sondern auch für den SRG-Standort Basel. Eine Annahme der Initiative würde somit zu einem Bedeutungsverlust der Region führen.
2x NEIN im Baselbiet zum «Prämienabzug für alle»
Die Initiative fordert, dass im Kanton Basel-Landschaft die Krankenkassenprämien vollständig vom steuerbaren Einkommen abgezogen werden können. Zwar besteht im Baselbiet bei der Einkommenssteuer unbestritten Handlungsbedarf, die Abzüge pauschal zu erhöhen ist jedoch der falsche Ansatz.
Um die hohe Steuerbelastung für Fachkräfte zu senken und die Attraktivität des Kantons zu verbessern, müssen vielmehr die Steuersätze beziehungsweise die Steuerkurve angepasst werden. Die Initiative würde massive Steuerausfälle verursachen und damit den finanzielle Handlungsspielraum für eine wirksame Reform der Einkommenssteuer stark eingeschränkt.
Der Gegenvorschlag des Landrats, der ebenfalls höhere Abzüge vorsieht, ist aus denselben Gründen abzulehnen.