Die Handelskammer beider Basel lancierte an der Muba 2010 erstmals die "tunBasel", eine Erlebnisschau zur Nachwuchsförderung in naturwissenschaftlichen und technischen Berufen. Es hat sich gezeigt, dass der eingeschlagene Weg, Kinder und Jugendliche in Form eines Erlebnislabors und einer Erlebniswerkstatt für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern, das Richtige ist. Die "tunBasel" wurde zu einem Grosserfolg. Die Zielgruppen Kinder, Jugendliche und deren Eltern, konnten erreicht werden. Aufgrund der positiven Erfahrungen und weil Fördermassnahmen dieser Art auf längere Zeit angelegt sein müssen, findet an der Muba 2012 vom 13. bis 22. April 2012 erneut eine tunBasel statt.
Der Mangel an Ingenieuren macht sich auch in der Industrie der Region Basel als gravierendes Problem bemerkbar. Erfahrungsgemäss ist es für die Rekrutierung von Fachleuten von Vorteil, wenn sie in der Region selbst ausgebildet werden. Seit der per Anfang 2006 erfolgten Fachhochschulfusion Nordwestschweiz ist die regionale Ausbildung von Ingenieuren an der Hochschule für Technik in Brugg-Windisch konzentriert. Ein Projekt der Handelskammer beider Basel befasst sich mit der Frage, wie sich die Studierendenzahlen aus der Region Basel an der Hochschule für Technik FHNW seit der Fusion entwickelten und wie das Studierendenpotenzial unserer Region für diese Hochschule besser ausgeschöpft werden kann.
Landesweit und auch im Waldenburgertal beanstanden Lehrbetriebe immer wieder Defizite im Bildungsniveau vieler Schulabgängerinnen und -abgänger beim Übertritt in die Berufsbildung. Auf Anfrage der Stiftung Brückenschlag und des Vereins pro Waldenburgertal übernahm die Handelskammer beider Basel die Leitung eines Schulentwicklungsprojekts mit dem Auftrag, zusammen mit Vertretern von Lehrbetrieben und der Sekundarschule Waldenburgertal Lösungsvorschläge zu erarbeiten, wie diese Schule ihre Schülerinnen und Schüler gezielter auf die berufliche Grundbildung vorbereiten kann. Das Projekt hat Pilotcharakter, weil es aufzeigt, wie die Wirtschaft Input an die autonome Gestaltung des Schulprogramms einer Schule leisten kann. Die Projektergebnisse wurden an der Medienorientierung vom 3. November 2011 in Oberdorf der Öffentlichkeit vorgestellt.