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04. April 2017

Naturwissenschaftliche Fächer fördern

Die Handelskammer beider Basel fordert, dass in der Stundentafel Sekundarschule Baselland eine Lektion mehr für die naturwissenschaftlichen Fächer berücksichtigt wird, analog zu der bikantonal harmonisierten Stundentafel aus dem Jahr 2012. Denn die Wirtschaft braucht MINT-Fachkräfte. 

 

tunBaselDie Handelskammer beider Basel hat sich in den letzten Jahren intensiv mit dem Lehrplan 21 beschäftigt und die inhaltliche Ausarbeitung wie auch die Einführung in den beiden Basler Kantonen mitgestaltet. So hat sie sich bei der Ausgestaltung der bikantonal harmonisierten Stundentafeln erfolgreich für die Stärkung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) eingesetzt. Denn klar ist: Die Wirtschaft braucht MINT-Fachkräfte. Seit Jahren beklagt die Wirtschaft einen Fachkräftemangel in den MINT-Bereichen und dieser wird in den kommenden Jahren weiter verschärft. Dass nun genau in den naturwissenschaftlichen Fächern im Kanton Basel-Landschaft Lektionen gestrichen werden, ist für die Handelskammer beider Basel nicht nachvollziehbar. 

  

Stundentafel Sekundarschule Baselland

Die Handelskammer beider Basel hat sich bereits nach der Abstimmung vom 5. Juni 2016 besorgt darüber gezeigt, dass mit dem Verzicht auf die Sammelfächer bei den naturwissenschaftlichen Fächern im Kanton Basel-Landschaft Lektionen gestrichen werden und damit ein Bildungsabbau stattfinden könnte. Aus der Befürchtung ist nun Gewissheit geworden: von vier Lektionen Natur und Technik (Biologie, Chemie und Physik im dritten Schuljahr) wird nur noch für jedes Fach eine Lektion zur Verfügung gestellt. Zudem wurde eine Lektion des Faches Deutsch direkt in die Projektarbeiten eingebunden.

 

Um eine Lektion auf 43 anheben

Die Handelskammer beider Basel fordert, dass die naturwissenschaftlichen Fächer wie ursprünglich geplant in den Stundentafeln aufgeführt werden. Dafür muss das Lektionendeputat zumindest für das dritte Schuljahr auf 43 erhöht werden. Es darf nicht sein, dass aufgrund von Sparbemühungen wichtige und wertvolle Lektionen wie die naturwissenschaftlichen Fächer abgebaut oder Deutschlektionen in Projektarbeiten eingebunden werden.

 
Lehrplan 21 auf das Schuljahr 2018/19 einführen

Der Lehrplan 21 soll im Baselland auf Sekundarstufe auf das Schuljahr 2018/19 umgesetzt werden – mit der Möglichkeit, diesen anhand von praktischen Erprobungen anzupassen und zu überarbeiten. Damit wird die Einführung des Lehrplans 21 auf dieser Schulstufe gleichzeitig mit Basel-Stadt stattfinden und auch die definitive Umsetzung zur gleichen Zeit abgeschlossen sein. Ein Aufschub der Einführung um zwei Jahre, wie es die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion vorschlägt, betrachtet die Handelskammer beider Basel als reine Sparmassnahme des Kantons zu Lasten der Kinder und Jugendlichen. 

 

Fazit und Forderungen

Die Handelskammer beider Basel beobachtet die Baselbieter Sparmassnahmen im Bildungsbereich mit Sorge und befürchtet, dass auch vor einem Bildungsabbau nicht halt gemacht wird. Sie hat ihre Bedenken in Gesprächen mit der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion bereits zum Ausdruck gebracht. Dabei wurde ihr zugesichert, dass die neue Stundentafel Sekundarschule des Lehrplans Volksschule Basel-Landschaft auf der Grundlage des Lehrplans 21 keine Sparübung darstellen würde. Mit der Ressourcenvorgabe von 42 Lektionen ist aber zumindest im dritten Schuljahr auf Sekundarstufe ein Bildungsabbau in den naturwissenschaftlichen Fächern wie auch eine Schwächung des Faches Deutsch, durch das Verschieben einer Lektion in die Projektarbeit, erkennbar. Deshalb stellt die Handelskammer beider Basel folgende Forderungen:

 

  •         Die naturwissenschaftlichen Fächer müssen wieder um eine Lektion auf insgesamt vier Lektionen aufgestockt werden.
  •         Das Lektionendeputat muss zumindest für das dritte Schuljahr der Sekundarstufe auf 43 angehoben werden.
  •         Der Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft auf der Grundlage des Lehrplans 21 muss auf das Schuljahr 2018/19 eingeführt werden.

 

Karin Vallone
Bereichsleiterin Bildung
k.vallone@hkbb.ch
T +41 61 270 60 86

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