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26. September 2016

NEIN zur Atomausstiegsinitiative

Eine Sofortabschaltung von drei der fünf Schweizer Kernkraftwerke bereits 2017, wie von den Initianten gefordert, ist kein geordneter Ausstieg, sondern eine chaotische Sofortabschaltung. Eine solche Kurzschlusshandlung bringt Unsicherheit und Gefahren in die Schweizer Stromversorgung.

 

 NEIN zur Atomausstiegsinitiative

 

Bei einem Ja zur Initiative fallen in der Schweiz bereits im Winter 2017 15 Prozent der Stromproduktion weg, just dann, wenn selbst alle fünf Kernkraftwerke nicht genügend Strom liefern und dieser importiert werden muss. Bis 2029 wären es gar 40 Prozent. Heute verfügt die Schweiz über eine sehr sichere Stromversorgung. Mit der Ausstiegsinitiative setzen wir dies aufs Spiel.

 

Die notwendigen Ersatzkraftwerke können im Inland nicht rechtzeitig gebaut werden. Als Alternative blieben nur massiv mehr Stromimporte, die unser Land noch abhängiger vom Ausland und von ökologisch bedenklichem Kohlestrom machen.

 

Schalten wir die Kernkraftwerke vorzeitig ab, drohen zudem Entschädigungsforderungen der Betreiber in Milliardenhöhe. Hinzu kommen massive Kosten für den vorzeitigen Neu- und Ausbau von Ersatzkraftwerken. Diese würden am Ende auf die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abgewälzt.

 

Aurelia Vögeli
Wissenschaftliche Mitarbeiterin Standortpolitik
a.voegeli@hkbb.ch
T +41 61 270 60 80

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Kommentare



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20. Oktober 2016

Handelskammer beider Basel

Relevant für die Versorgung der Schweiz ist vor allem die Situation im Winter und nicht die Ganzjahresbetrachtung. Denn die Schweiz muss bereits heute im Winter Strom importieren, weil der Verbrauch höher ist als die inländische Produktion. 2015 war ein Ausnahmejahr, da Beznau 1 stillstand. Nimmt man aussagekräftigere Jahre (z.B. 2014), liegt die Produktion von Mühleberg und Beznau 1 und 2 bei 14-15 Prozent des Landesverbrauchs.

18. Oktober 2016

Jan Schudel

Die Angabe,dass 15 Prozent der Stromproduktion im Winter 2017 wegfallen, ist falsch. Derzeit stehen Beznau und Leibstadt ja schon still, deshalb verschieben sich die Gewichtungen. SwissNuclear zeigt, dass die drei alten AKWs, BeznauI, Beznau II und Mühleberg bereits 2015 nur 8,5 Prozent der nationalen Stromproduktion geliefert haben. http://www.swissnuclear.ch/de/energieproduktion-der-kernkraftwerke-_content---1--1014.html


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