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17. Januar 2014

Eine Durchmesserlinie Regio-S-Bahn für die Region – die Zeit drängt

Die Basler Durchmesserlinie, das Projekt „Herzstück Regio-S-Bahn“ soll die Erreichbarkeit der Basler Kernstadt für Pendler aus den umliegenden Kantonen stärken. Geplant ist eine S-Bahnverbindung der Durchmesserlinie zwischen Bahnhof SBB und Badischem Bahnhof sowie dem Stadtzentrum. Die Handelskammer beider Basel fordert die Regierungen Basel-Stadt und Baselland auf, offene Fragen zu klären und im Prozess voranzuschreiten.

 

Nicht nur Pendlerinnen und Pendler aus der Region, auch die aus dem nahem Ausland kennen das Problem – wer von den beiden Basler Bahnhöfen in die Innenstadt will, muss sich zu Stosszeiten in Tram und Bus durchsetzen und genügend Zeit einplanen.

Mit dem Projekt „Herzstück Regio-S-Bahn“ soll die Durchmesserlinie zwischen Badischem Bahnhof und Bahnhof SBB realisiert und damit die Agglomeration sowie drei Täler der Nordwestschweiz (Ergolztal, Laufental und Fricktal) noch besser mit dem Basler Stadtkern verbunden werden. Die zeitintensiven und kostspieligen Spitzkehren der Züge in den Bahnhöfen würden dadurch wegfallen. Eine 2012 durch die Kantone Baselland und Basel-Stadt veröffentlichte Nutzenstudie hat ergeben, dass für die gesamte Region jährlich mit rund 160 Millionen Franken an volkswirtschaftlichem Nutzen zu rechnen ist.

 
Das Projekt vorantreiben

Für die Handelskammer beider Basel ist die Stärkung des Schienenverkehrs und ein damit verbundener attraktiver Standort Basel wesentlich. Sie spricht sich deshalb für eine rasche Platzierung des Projekts auf Bundesebene, die spätestens bis 2016 erfolgt sein muss, aus. Dazu müssen die beiden Kantonsregierungen nun zuerst dringend die Frage der Kostenteilung des Vorprojektkredits von rund 35 Millionen Franken beantworten, das weitere Vorgehen klar strukturieren, als auch die SBB und den Bund in die weitere Planung miteinbeziehen. Ziel ist es, den Kredit bis zu den Sommerferien abzusegnen und im Projekt entsprechend fortzufahren - die Zeit drängt also.

 

Denn die Grösse des Projekts bedeutet lange Projektierungsphasen. Martin Dätwyler, stv. Direktor der Handelskammer beider Basel, betont die Wichtigkeit von einem schnellen Abschluss des Vorprojekts: „Das Herzstück stärkt die gesamte Region. Angesichts des knappen Zeithorizonts müssen sich die Regierungen jetzt zusammenraufen, um die Attraktivität des Standorts Basel nachhaltig zu stärken.“

Martin Dätwyler
Direktor a.i.
m.daetwyler@hkbb.ch
T +41 61 270 60 81

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