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26. Juni 2013

Medienorientierung - Wirtschaft und Wissenschaft gestalten einen Schweizer Innovationspark 
in der Region Basel

Eine Konzeptstudie des Vereins Schweizer Innovationspark Region Nordwestschweiz zeigt, wie in der Region ein erfolgreicher Innovationspark errichtet werden kann. Inhaltlich wird ein erster Fokus auf Zukunftsthemen in den Life Sciences und auf unterstützende Technologien gelegt. Die thematische Ausrichtung wurde gemeinsam mit der Industrie und den Hochschulen erarbeitet. Die Region Basel verfügt über ein schweizweit einzigartiges, von der Wirtschaft getriebenes Innovationssystem. Mit der Totalrevision des Bundesgesetzes über die Förderung von Forschung und Innovation (FIFG) wird der Aufbau eines nationalen Innovationsparks unterstützt, wodurch der Innovationsstandort Region Basel weiter gestärkt werden kann. Wie dieser Innovationspark in der Region aussehen müsste, zeigt der von der Handelskammer beider Basel und den beiden Basel getragene Verein Schweizer Innovationspark Region Nordwestschweiz (SIP NWCH) in einer Konzeptstudie.


Ziele des Schweizer Innovationsparks Region Nordwestschweiz
Die Konzeptstudie schlägt vor, dass sich im SIP NWCH etablierte KMU, Start-ups und Spin-offs, Forschungsgruppen aus internationalen Grossunternehmen, aus Hochschulen und aus privaten Forschungsinstituten ansiedeln. Forscher werden - über die Grenzen ihrer jeweiligen Organisation hinaus - in partnerschaftlichen Projekten zusammenarbeiten und dabei eine gemeinsame Plattform nutzen. Dadurch lassen sich Innovationsprozesse beschleunigen, Synergien nutzen sowie Kosten und Risiken senken. Neue Prozess- und Produktinnovationen entstehen, womit der Innovationspark langfristig Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen und zum künftigen Wirtschaftswachstum der Region und der Schweiz beitragen wird. Als international herausragendes Forschungs- und Entwicklungszentrum, das die gesamte Wertschöpfungskette von der Grundlagenforschung bis zur Pilotproduktion zusammenbringt, wird der Innovationspark auch neue Unternehmen anziehen.


Forschungsgebiete und erste thematische Schwerpunkte
Der Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Basel ist ein einmaliges Kompetenzzentrum für Gesundheit und Ernährung sowie Querschnittstechnologien wie die Nanotechnologie oder die Informatik. Der Innovationspark wird daher ein breit gefächertes Spektrum von Themen der „klassischen“ Life Sciences (Pharmawissenschaften, Medizin, Biotechnologie etc.) abdecken und dieSchnittstelle zwischen den Life Sciences und für die Life Sciences relevante Technologien (zum Beispiel IT, Sensorik, Messtechnik) bearbeiten. Franz Saladin, Direktor der Handelskammer und Vorstandsmitglied des Vereins: „Ein Innovationspark für „Biomedical Engineering, Sciences, and Technologies“ (BEST) bringt den von Seiten der Industrie geäusserten Bedarf an Lösungen in diesem Bereich mit den in den regional ansässigen Hochschulen vorhandenen Forschungs- kompetenzen zusammen.“

Die vom Verein eingesetzte Arbeitsgruppe mit Experten aus der Industrie und den Hochschulen sowie der seit April 2012 bestehende Nordwestschweizer Innovationsförderung i-net innovation networks hat mit den Schwerpunkten „Biosensing“, Biomaterialien und Gesundheitsinformatik bereits identifiziert, womit der SIP NWCH starten soll. Diese Themen werden weitere Projekte, Unternehmen und Forschungsgruppen anziehen.


Standortevaluation und Aufbau eines SIP NWCH
Die Prüfung zahlreicher möglicher Standorte hat ergeben, dass an sieben Standorten in den beiden Basel ideale Voraussetzungen für die Ansiedlung des SIP NWCH herrschen. Es sind dies die Standorte Allschwil Bachgraben, Muttenz Polyfeld, Pratteln Salina Raurica, Münchenstein/ Arlesheim EBM-/ABB-Areal sowie in der Stadt die Areale Rosental, Klybeck und Volta Nord- Lysbüchel.
Idealerweise wird der Innovationspark als Campus konzipiert. Geplant ist ein zentrales Gebäude mit Räumlichkeiten für den formellen und informellen Austausch mit einem Angebot an Büro- und Laborräumlichkeiten. In separaten Gebäuden können Forschungsinfrastrukturen wie beispielsweise ein Reinraum, Ausrüstungen für bildgebende Verfahren, aber auch von professionell geschultem Personal betriebene Laborgeräte untergebracht werden.


Nächste Schritte
Der Verein überwies die Konzeptstudie an die beiden Basler Regierungen. René Rhinow, Präsident des Vereins, empfiehlt, in den kommenden Monaten auf Basis der vorliegenden Arbeiten zumindest für den Start einen einzigen Standort zu definieren, an dem der SIP NWCH realisiert werden kann. Gleichzeitig müssen eine Trägerschaft aufgebaut und ein Businessplan erstellt werden.

 


Auskünfte:

Dr. Franz Saladin
Direktor Handelskammer beider Basel, Vorstandsmitglied Verein Schweizer Innovationspark Region NWCH
T +41 61 270 60 71


Prof. René Rhinow
Präsident Verein Schweizer Innovationspark Region NWCH
T +41 79 408 11 29

 

Downloads

Statement Franz SaladinStatement Samuel HessStatement Thomas de Courten  SIP-Konzeptstudie

 

Deborah Strub
Bereichsleiterin Life Sciences
d.strub@hkbb.ch
T +41 61 270 60 76

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