Drucken

15. November 2017

«Künstliche Intelligenz» fordert und fördert Medizin

Künstliche Intelligenz fasst in der Medizin immer mehr Fuss und bringt für das Gesundheitswesen grosse Fortschritte. Rund 120 Interessierte folgten am Handelskammer-Anlass «Wirtschaft & Wissenschaft im Dialog» der Diskussion namhafter Wissenschaftler und Wirtschaftsvertreter zu den Herausforderungen der künstlichen Intelligenz in der Medizin.

 

Künstliche Intelligenz spielt in unserem Alltag eine immer grössere Rolle und bringt bedeutende Fortschritte mit sich: In der Medizin unterstützen schlaue Rechenprogramme aus der Künstlichen-Intelligenz-Forschung Ärzte bei der Arbeit, und Tumore können dank Algorithmen schneller erkannt werden, als es der Mensch je vermag. „Die computergestützte Bildanalyse wird neue Möglichkeiten in der Medizin und Forschung schaffen“, so Prof. Dr. Alex Ringenbach, Hochschule für Life Sciences, FHNW, am Anlass «Wirtschaft & Wissenschaft im Dialog» der Handelskammer beider Basel. „Die Diagnose wird umfassender, da verschiedene Aspekte analysiert und miteinander in Verbindung gebracht werden können.“

 

Herausforderung Datenschutz

Sogenannte Wearables, wie Smartwatches, generieren eine Menge an Daten, die die Basis für maschinelles Lernen bilden. Mit solch selbstlernenden Systemen werden Therapien erfolgversprechender und man verspricht sich sinkende Kosten im Gesundheitswesen. Für die Gesundheitsbranche eröffnen sich damit neue Chancen. Anderseits wirft es auch ethische Fragen und Bedenken auf. Viele stehen dem Thema kritisch gegenüber. „Das Problem ist nicht die technische Machbarkeit sondern vielmehr die Hemmschwelle bei den Patienten, sich in die Obhut einer Maschine zu geben. Das Vertrauen in die Technik ist hier noch nicht gegeben. Eine Herausforderung wird deshalb sein, diese Hemmschwellen abzubauen“, so Dr. Andy Fischer, CEO Medgate. Deswegen die Forschungen in künstlicher Intelligenz einzustellen, wäre für ihn aber der falsche Weg. Vielmehr müsse man sich dem Thema stellen und die nötige Akzeptanz dafür schaffen.

 

Servan Grüniger, Präsident reatch: „Wir werden uns in Zukunft vermehrt mit der Frage auseinandersetzen müssen, wie sich Datenschutz, Big Data und künstliche Intelligenz vereinen lassen. Denn die Verbindung von medizinischen und nicht-medizinischen Daten mit selbstlernenden Systemen kann dafür sorgen, dass Menschen unwissentlich mehr Informationen über sich Preis geben als beabsichtigt.“

 

Die Handelskammer beider Basel hat mit ihrem Anlass das vieldiskutierte Thema mit wachsender Bedeutung für die Life Sciences aufgegriffen und eine Plattform zum Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sowie den interessierten Teilnehmenden geboten.

 

 Medienmitteilung W&W

 

 

 

Dr. Franz A. Saladin
Direktor
f.saladin@hkbb.ch
T +41 61 270 60 70

Artikel teilen

per E-Mail weiterleiten

Kommentare



Hinweis: Ihr Kommentar wird nach Erhalt geprüft. Die Handelskammer entscheidet über die Freigabe.



Das könnte Sie auch interessieren